mehr

Letztes Feedback

Meta





 

12. Oktober 2014

Vorherige Woche war Hänschen Schachtrupp bei Albert zu Besuch. Hänschen hat viel von alten Zeiten erzählt: VFL-Fußball, Kegelclub Elite und von der Schützengesellschaft. Momentan machen wir noch alles mögliche an Körperpflege selbst, wie Zehen- und Fingernägel schneiden, täglich von Kopf bis Fuß eincremen (er hat verdammt trockene Haut, kommt einen teilweise vor wie Pergamentpapier), die Zehen, Füsse und den Rücken massieren, alles kein Problem, aber ich weiß nicht was passiert wenn es unangenehmer wird und ob ich das dann auch noch schaffe, deshalb kommt seit dem 1. Oktober der Pflegedienst von der Caritas Dienstags und Freitags um bei Albert eine "grosse Pflege" durchzuführen. Zum einen habe ich Angst etwas falsch zu machen, bzw. etwas zu vergessen, andererseits möchte ich auch, das Albert sich an fremde Hilfe gewöhnt. Albert gefällt die externe Hilfe inzwischen recht gut. Die Türsprechanlage habe ich bis zum Bett verlängert, so kann Albert mit der "Tür" sprechen und diese dann auch öffnen.Gott sei Dank hat Albert außer einem normalen "Liegeschmerz", den ich mit den täglichen Massagen zu mindern versuche, keine Schmerzen. Der Hausarzt sagt, das die Lunge dem Wachstum des Krebses genug Raum läßt. Nur das Atmen wird halt immer problematischer.Am Freitag ist ein Sauerstoffkonzentrator geliefert worden. Das Gerät entnimmt der normalen Luft Sauerstoff und drückt diesen dann durch einen Schlauch in eine Nasenbrille, das ist dieser Schlauch mit den zwei kleinen Düsen für die Nasenlöcher.Das Gerät läuft 24 Stunden und immer wenn Albert wach ist, zieht er die Nasenbrille an. Dadurch wird die Sauerstoffsättigung im Blut verbessert und er kann dann ruhiger, sprich langsamer atmen. Seit gestern benutzt Albert den Rollator, den er bislang nur für den Weg zum Bad benutzt hat, auch um an den Tisch zu kommen, was er bislang kategorisch abgelehnt hat. Die Kräfte lassen langsam nach.Am frühen Abend hat Albert einen starken Hustenschauer bekommen, was Ihn natürlich sehr angestrengt hat. Da Essen Ihn auch sehr anstrengt, hat er heute Abend nichts gegessen, nur Tee getrunken. Habe auch keine Argumente mehr Ihn zum Essen zu überreden.

11.10.15 23:53, kommentieren

Werbung


24. September 2015

Albert liegt inzwischen den ganzen Tag im Bett, nur die Mahlzeiten nimmt er am Tisch ein. Die neue Matratze die mit dem Pflegebett geliefert wurde ist sehr hart. Da Albert inzwischen sehr dünn geworden ist, konnte er nur mit Schmerzen auf dieser Matratze liegen. O-Ton Sanitätsfachgeschtäft: "Diese Matratze hat die Krankenkasse so vorgeschrieben". Eine Wechseldruckmatratze kann erst verordnet werden wenn der Patient einen Dekubitus hat. Will heißen: Wenn das Kind im Brunnen liegt, werfen wir einen Strick hinterher, das Gitter auf dem Brunnen ist zu teuer. Also habe ich eine superweiche Matratze besorgt und er kann sehr viel besser liegen und auch augenscheinlich besser schlafen. Beim Hausbesuch am vorletzten Montag des Arztes hat er ein Inhaliergerät mit dazugehörigen Medi´s verordnet. Dienstag das Rezept aus der Praxis geholt und zur Apotheke. Medi´s - ja, Inhalationsgerät - nein, nicht für die DAK. Also zum Sanitätsfachgeschäft. Auch hier ein Nein, für die DAK dürfen wir kein Gerät herausgeben. Also zur DAK und dort das Rezept abgegeben. Der Vormittag war dann vorbei. Am Mittwoch sollte das Gerät ankommen, ist dann am Donnerstag angekommen und wir haben auch dann sofort mit dem Inhalieren angefangen. Es ist schon traurig, daß anscheinend niemand momentan so richtig weiß, was wie läuft. Der Bescheid vom MDK ist Anfang der Woche gekommen. Albert ist momentan in der Pflegestufe II eingruppiert. Der Tagesablauf von Albert sieht momentan so aus: In meiner Frühschichtwoche, wenn auch Dagmar Ihre Tour fahren muss, bringt Sie Albert vor der Arbeit frischen Kaffee in einer kleinen Thermoskanne und stellt das Frühstück auf den Tisch. Albert steht erst gegen 10:00 Uhr auf, er schläft sehr vietl. Wenn um 14:00 Uhr meine Frühschicht durch ist, fahre ich direkt zu Albert. Dann wird als erstes Inhaliert und anschließend gibt es dann Suppe in jeglicher Form. Abends gegen 20:00 Uhr wird ein zweites Mal Inhaliert und danach das Abendbrot. In meiner Spätschichtwoche übernehme ich das Frühstück, Dagmar bringt Ihm das Mittagessen und Sebastian macht Albert das Abendessen. Teilweise essen wir dann mit Albert zusammen. Heute beim Mittagessen hat Albert mich gefragt, ob ich Ihm beim Duschen helfen kann. Als ich dann abends kam wurde ich mit: "Hallo Herr Bademeister"begrüßt. Seinen Humor hat er noch nicht verloren;-)!Das mit dem Duschen hat auch "noch" gut geklappt. Albert sauber, frottiert und eingecremt - Ulli klatschnass! Es ist erschreckend wie mager Albert schon ist. Zwischen seinen Schulterblättern habe ich eine kleine verschorfte Wunde gefunden. Muss morgen früh mit dem Arzt telefonieren und Rat einholen. Habe erst mal Bepanthen Wundcreme draufgetan. Da Vater´s Zustand nicht mehr besser wird habe ich für Montagmorgen einen Termin mit der Pflegedienstleitung der Caritas.

24.9.15 23:18, kommentieren