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15. November 2015

Albert hat einen ganz ruhigen Geburtstag erlebt. Dagmar hat eine Torte gebacken und wir haben ganz zwanglos Kaffee getrunken. Die Romme´-Damen waren kurz zum Gratulieren da. Alle anderen Anfragen zwecks Gratulationen haben wir abgewimmelt. Es sind viele Brief- und Blumengrüsse angekommen. Albert hat sich sehr gefreut. Anke, Deine kleine Tischlaterne brennt jetzt Tag und Nacht.Am Sonntag nach seinem Geburtstag haben wir dann Albert ins Krankenhaus gebracht. Er hatte morgens einen schlimmen Erstickungsanfall. Am Nachmittag sind dann Christa und Gerd aus Peine gekommen und haben Monika und Karl-Arthur mitgebracht. Die Versorgung im Krankenhaus war nicht sehr gut. Fast alle Mahlzeiten waren nicht wie bestellt oder für Albert ungeeignet. Er bekahm trotz Mangelernährung Süßstoff für Kaffee und Tee, zum Ausgleich aber Glucose in die Vene!?!?!?!? Zum Abendbrot waren Milchsuppe und Rindfleischsuppe angekreuzt. Es gab eine Scheibe trockenen Toast mit Magarine und Schmierwurst. Auf Dagmars Nachfrage wurde schnippisch geantwortet: "Dann war wohl keine Suppe mehr da!"Zum Frühstück war vom Knäckebrot über "frische" Brötchen alles geboten für einen Patienten mit Schluckbeschwerden. Das verordnete hochkalorische Getränk hat eine Art Plombe und einen kleinen umlegbaren Trinknippel. An allen Tagen war der Verschluss nicht geöffnet und der Trinknippel nicht aufgerichtet. Für Albert also unmöglich an das Getränk zu kommen. Zum Glück habe ich jeden Tag die Zeitung gebracht und dann die Frühstücksunfälle gerichtet.Zum Mittag gab es trotz seiner Probleme Kaum Suppe, nur passierte Kost, die er dankend abgelehnt hat.Am Dienstag teilte mir der Chefarzt mit, Albert müsse in die Kurzzeitpflege, da sein Krankeitsverlauf ja nicht mehr umkehrbar wäre.Albert will aber nach Hause. Kurzer Familienrat, der Hausarzt hatte auch eine Polin zur Diskussion gestellt, ganz nach Kanzlerinnenart: "Wir schaffen das"! Am Mittwoch sollte dann Albert nach Hause kommen, alles Daheim vorbereitet und dann ins Krankenhaus um die Sachen zu packen. Aber dann kommt der Rückzieher von der Stationsärztin. Der Kaliumwert sei zu niedrig und die Gefahr einer Herzrhythmusstörung zu hoch. Also noch einen Tag Verlängerung um Kaliumbrause zu trinken. Am Donnerstag ist Albert dann nach Hause gekommen. Mit einer Braunüle im Arm. Meike hat diese dann am Abend, nach telefonischer Nachfrage auf der Station, entfernt. Das einzig positive am Krankenhausaufenthalt ist die Ansetzung einer leichten Morphin-Dosis (2x 5mg), was eine gewisse Entspannung beim Atmen bewirken soll und das auch tut.Es ist jetzt immer jemand bei Albert. Ab Montag habe ich mir Urlaub genommen. Wir können Albert nicht mehr allein lassen. Die Sitzgruppe aus der Küche steht auf der Terasse und wir haben ein Bett dorthin gestellt. Die Sozialstation kommt jetzt jeden Morgen um Albert zu waschen. Die Toilettengänge absolvieren wir jetzt immer auf dem Rollator sitzend, sind aber trotzdem sehr mühsam, aber er hält sich, wie wir Albert kennen, sehr gut. Er ißt und trinkt immer weniger und im Schlaf fängt er schon an zu "dirigieren".Auch dauert es immer eine Weile bis er nach dem Schlafen wieder normal reagiert. Ich denke das es am Morphium liegt. Ich hoffe für Albert, daß das Leiden nicht mehr so lange dauert.Bis baldEuer Ulli

16.11.15 00:40

Letzte Einträge: 15. August 2015, 21. August 2015, 3. September 2015, 19. November 2015

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